Author Topic: Ratmans Studierzimmer  (Read 6337 times)

Offline Ratman

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Ratmans Studierzimmer
« on: February 26, 2011, 12:12:13 am »
Also, hier möchte ich mal so mein Geschreibsel posten. Es wäre schön auch Kritik gleich hier rein zu posten, aber bitte schreibt dazu, worüber ihr Kritik übt. Danke!

Krank-Haus

„Geben sie mir schon die Pillen!“
Der junge Arzt tat wie ihm geheißen, aus Angst vor der sportlichen blauen Uniform,
auf der das Insignium der Unantastbarkeit prangte. Gierig schlang er die Pille und
den Becher Wasser hinunter.
Er hörte Stimmen durch eine Glaswand, versuchte den Sinn zu entschlüsseln.
Schädelprellung – Die Schwellung ist noch da – Ja – Ja – Nase und
Nasennebenhöhlen – Da muss der Augenarzt ran – Ich krieg’ noch ’ne F34 von…
Das Quietschen von Reifen machte es jedoch unmöglich für ihn, weiter zu lauschen.
Er sah nach dem Geräusch und sah eine Frau mit einem blauen Auge und einer
genähten Wunde auf der Stirn.
Ein  Klacken später saß sie neben seinem Bett.
„Guten Abend. Mein Name ist Roxana Fatum“, sagte sie mit starkem russischen
Akzent. Jetzt erst merkte er, wie er sie anstarrte. Er besann sich und antwortete:
„Und ich bin Justin Kognito-Ohnesorg. Aber sagen sie mal, was ist ihnen denn
Zugestoßen? Sieht ja gefährlich aus…“
„Mein Mann hat meine Kind geschlagen, also bin ich in die Bad gegangen und habe
Polizei angerufen. Haben gesagt, dass gerade niemand kommen kann, haben alle zu
tun oder sind bei der Fabrik wegen Demonstration. Der Mann hat dann Tür
aufgeschlagen und mich. Dann kam Krankenwagen.“
„Ach ja, die Demonstration…“
Der Mann machte eine Kunstpause und legte sich die Hand über die geröteten
Augen.
„Ich habe aus Versehen Pfefferspray von einem Kollegen abbekommen, und dann
wurde ich bewusstlos. Das lag aber sicher an den Abgasen der Fabrik.“
Die Frau atmete in diesem Augenblick tief durch und schloss die Augen.
„Armer Mann. Wären sie doch nicht da gewesen.“

Eine Woche später erfuhr er, dass Fatum angerufen hat. Er lächelte und ging, seinen
Spind leer zu räumen.
Zeit verwundet alle Heiler - Cpt. B.F. "Hawkeye" Pierce

Offline Ratman

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Ratmans Studierzimmer
« Reply #1 on: February 26, 2011, 12:16:28 am »
Ein schöner Morgen


Wie ein Stahlrohr, das mir in den Kopf gerammt wird, höre ich das hochfrequente
Fietschen meines Weckers. Automatisch drücke ich die Snooze-Taste, jedoch zwingt
mich die aufkommende Übelkeit ins Bad zu stürzen. Wie ich angekommen bin hat sie
sich auch schon gelegt. Dennoch spüle ich mir den Mund mit kaltem Wasser aus,
gehe zurück zum Bett und setze mich.

Sowie ich mich ankleide bemerke ich, dass mein Körper an eine leicht angebratene
Frikadelle erinnert, ebenso weiß, schwammig und unförmig. Vom Tisch klaube ich
mir, noch immer halb im Tran, eine Zigarette, gehe auf den Balkon und stecke sie mir
an. Im Depressionsholocaust versinkend, denke ich an alles was mir heute noch
bevorsteht. Dabei verlasse ich regelrecht meinen Körper und werde eins mit der
Seelenkotze dieser Welt, verursacht durch dumme, unselbstständige und ekelhaft
nette Mitmenschen. Man kann noch so ein mieser Typ sein, es gibt wieder und
wieder Menschen die einen anlächeln, anstatt einem einfach eine reinzuwaffeln.

Der glühende orangefarbene Punkt versinkt in dem Meer aus Asche im
Aschenbecher. Mir fröstelt’s. Ich gehe hinein. Beim Schließen der Tür erleide ich fast
einen Herzinfarkt, da die kleine Miss Lucy ihren Kopf durch den Türspalt gesteckt
hat. Noch in der Schrecksekunde greife ich nach der Klinke, und bemerke dass es zu
spät war – fast zumindest. Ich sinke danieder auf meine zitternden Knie und umgreife
sanft die kleine Katze. Erneut diese Übelkeit...

Nun stehe ich im Bad, weiß jedoch nicht genau wie ich hierher gekommen bin.
Vielleicht wegen des Schrecks, vielleicht wegen der frühen Stunde - die Uhr zeigt
zehn nach halb fünf an – oder doch eher weil ich mit meinen Gedanken für einen
Moment woanders war? An dem gleichgültigen Ausdruck der Augen, welche mich
aus dem Badezimmerspiegel heraus begaffen, merke ich, dass dies keine
lebenswichtige Frage für mich ist. Ich schmiere mir einen dicken grün-weißen
Streifen Zahnpasta auf den Bürstenkopf und beginne mit der Mundhygiene. Immer
noch starrt mich der Bärtige mit dem bohrenden Blick aus dem Spiegel an.
Was tust du hier eigentlich?

Noch bevor ich mir diese Frage beantworten kann, spucke ich die Speichel-
Zahnpasta-Mischung in den Abfluss und spüle mit kaltem Wasser hinterher. Ich
ziehe mir eine Zigarette auf und gehe wieder auf den Balkon. Balkon und Bäume
bringen meine Gedanken endlich ins Rollen. Die Bäume vor mir lassen ein Bild
meines Lebens entstehen. Es formiert sich folgendermaßen:



USB            Cola      Angst      Flug
   Kondome   Dampfmaschinen            Ruhe
      Hass            Schule
Reinheit            Hausaufgabe      Liebe
            Freiwillig      unfreiwillig
   Zigarette            komisch         
         Single               Bar   Musik
Irre                  Bewegung
   Katze         Evoluzzer         4.48   
         Psychose         Promethazin
Kopfschmerz            Internet      Blut
         Ich muss!                  Geld
   Burn-out         Party      Cupcakes
Français         Gähneräle      sozialistisch?
      Darwin         Philosophie
            Die Sonne

Ja, die Sonne - sie strahlt mich mit den ersten Strahlen an, und mich deucht, ISIS
hätte sich selbst daran ausgetobt. ISIS, du hättest damals wirklich zu mir ziehen
sollen, denn unsere Mensa ist an für sich schon besser als eure ganze Uni. Den
Gedanken nachhängend lösche ich auch diese Zigarette und gehe wieder hinein. Es
wird Zeit loszugehen. Zieh dir deine Schuhe an und stelle dich deinem Schicksal!
« Last Edit: February 26, 2011, 01:02:50 am by Ratman »
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Offline Sleepwalker

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Ratmans Studierzimmer
« Reply #2 on: February 26, 2011, 09:33:33 am »
ausgezeichnet ^^ aber du kannst deine geistigen Ergüsse auch in einem unserer Kreativ-Threads loswerden (zum Beispiel bei den Gedichten ^^). So... erstmal zurechtgewiesen.... xDD
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Offline Ratman

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Ratmans Studierzimmer
« Reply #3 on: February 26, 2011, 11:26:11 am »
Ich... aber ich... also ich habe nichts für Kurzgeschichten gefunden...  :cry: Ich finde, zu den Gedichten passt das da nicht so ganz, oder?
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Ratmans Studierzimmer
« Reply #4 on: February 26, 2011, 03:03:17 pm »
das stimmt... nagut.... ich kann das aber gar nicht entscheiden... da muss ein weiser moderator oder der admin selbst ran o.o wegen mir kann der thread auch bleiben ^^
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Offline Ratman

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Ratmans Studierzimmer
« Reply #5 on: February 27, 2011, 02:23:18 am »
Ist alles geklärt  :happy: Yay! Und für alles leib gemeinte, auch wenn es Zurechtweiungen sind, gibt es einen Knuddel  :hug:

Ich liebe diesen Smiley!
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Ratmans Studierzimmer
« Reply #6 on: February 27, 2011, 12:24:10 pm »
ein weiser moderator oder der admin selbst

weils ja auch nicht ein und die selbe person ist ;)

und @Ratman: gefällt :)

Offline Sleepwalker

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Ratmans Studierzimmer
« Reply #7 on: February 27, 2011, 03:18:38 pm »
ich wollte die Anstalt doch nur ein wenig größer und besser organisierter darstellen, als es ist... toll, lestaire!!! =P
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Ratmans Studierzimmer
« Reply #8 on: March 07, 2011, 10:10:00 pm »
So, jetzt mal was neues in Episodenform. Nichts für Zartbesaitete. Die Klammern sind Absicht.

Perfektion
Episode I

„Du bist halt eben nicht der richtige  Kerl für mich“, sprach sie mit beruhigender Stimme, „Aber er ist einfach... perfekt!“ Sein Auge schwamm in Tränen.

[Reiß' dich zusammen]

„Oh, naja, kann ich nix dran ändern“, entgegnete er. Sein Auge war wieder trockener. Die Pupillen waren stark verengt, als er um die Straßenecke bog.

[Perfekt]

Nun hörte er nichts mehr auf dem linken Ohr. Ohne sich dessen bewusst zu sein, schlug er sich selbst.

[Du bist gegangen. Wieso bist du gegangen? Hast wohl wieder dein Hirn ausgeschaltet, wie? Das ist so typisch für dich. Du solltest wirklich anfangen, was an dir zu ändern.]

Schon war er zu hause. Er setzte sich in den Sessel und nahm eine Ausgabe einer Psychologiezeitschrift. Er las zwar die Worte, dennoch verstand er nichts von dem Geschriebenen.

[Perfekt. Wenn er perfekt ist, dann muss ich es auch werden. Nimm deine Schuhe, du Qualle, und setz' dich in Bewegung!]

Also zog er seine Schuhe an. Er rannte. Er rannte quer durch die Stadt.


Ein Jahr später...

[Hey, jetzt hast du es ja mal endlich geschafft. Du bist echt gut trainiert. Du siehst gut aus. Nein, du fühlst dich nicht leer. DU HAST DICH NICHT LEER ZU FÜHLEN! Ja, sie ist wieder frei. Trau dich.]

Um sich zu versichern, sah er noch einmal in dem Buch über Ikebana nach. Dann arrangierte er die gekauften Blumen und machte sich auf den Weg. In seinem Brustkasten schlug das Herz im Takt eines Maschinengewehrs.

[Tu es. Da ist die Klingel. Und verdammt nochmal, jetzt reiß dich endlich mal zusammen! Jetzt bist du perfekt. Du warst erst noch beim Friseur. Ach, fühlen wir uns nicht wohl der Herr? Wollen wohl mal wieder den Schwanz einziehen? Ich mache dir solch einen Terror im Kopf, wenn du das nicht tust, dass du nicht mehr weißt, ob du Männlein oder Weiblein bist!]

Also drückte er auf die Klingel. Jetzt gab es kein Zurück mehr. Die kratzige Stimme der Gegensprechanlage fragte wer da ist, und ihm wurde geöffnet.

[Na bitte, Großer, höre einfach auf mich und alles wird gut. Denn ich habe auf alles die richtige Antwort.]

Seitdem er damals einfach ging, sah er sie nicht mehr. Er chattete einige Male mit ihr, doch das war nicht das selbe wie von Angesicht zu Angesicht. Locker sprintete er die Treppen hoch. Seine Hände wurden kalt und er begann zu frieren. Im Sommer.

[Du kennst ja das Übliche, worauf die Mädels so abfahren. Sei nett, lass deine Muskeln spielen und beeindrucke sie damit. Genau, setze ein schönes Grinsen auf, damit wirkst du wie so ein schleimiger Softie!]

(Liebst du sie tatsächlich? Willst du sie nur vögeln?)

Er verkniff dich die Träne. Hey, du, kann ich reinkommen, hieß es. Er wurde reingelassen. Sie waren schließlich wieder OK miteinander. Ehe er sichs versah, saßen sie am Schreibtisch und sie zeigte ihm die Bilder, die sie letztes Jahr malte.

[Süße Hölle, wie? Los, Junge, geh ran!]

(Lass mich! Du hast mir schon zu viel angetan!)

[Du hast versagt mein Freund. ICH bin hier am Ruder! Was willst du tun, mich schlagen? Ich habe damals dich geschlagen, mein Lieber. Du kannst nichts verhindern.]

(Bitte! Was habe ich dir getan? Ich möchte... ich...)

Sie sah ihn schon einige Sekunden lang an, doch davon bemerkte er nichts. Der Kampf erforderte seine volle Aufmerksamkeit.

(...möchte rechtschaffen sein!)

[Dafür bist du zu schwach! Ich bin der Starke, ich bin der Macher, ich habe diesen Körper gestählt!]

(Du hast mich zu Dingen gezwungen, die ich nie wollte! Bitte, lass mich frei, nur diesen einen Tag!)

Sein Hals verkrampfte sich, die Sehnen traten weit heraus.

[Was ist?], fragte Es
(Was ist?), fragte er
„Was ist?“, fragte sie

Er zuckte, denn deine kalte rechte Hand wurde plötzlich wärmer. Hielt sie seine Hand? Er sah nach, konnte aber nichts sehen. Alles war verschwommen. Er beugte den Kopf noch tiefer. Er wurde warm und sofort wieder kalt unter seinem Auge. Nun auch das andere. Sein Kinn krampfte. Er bekam keine Luft.

[Reiß dich zusammen.]
[Reiß dich zusammen.]
[Reiß dich zusammen.]
[Reiß dich zusammen.]
[REIß DICH ZUSAMMEN!]

(Ich... Ich kann mich bewegen...Meine Brust wird frei)

Er winselte und um ihn drehte sich die Welt. Ein Atemzug aus kaltem Stahl floß in seine Lungen. Kraftlos, die Knie umfasst lag er auf dem Boden.
Blind, konnte er seinen Körper nicht fühlen.
Taub, brachte er kein Wort heraus.
Sie setzte sich neben ihn. Sie versuchte ihn hochzuheben. Doch der Fleischsack war zu schwer.


[Nein! Nicht so! So soll sie uns nicht anfassen!]

(Ich bin ein Mensch und suche Trost. Bitte, lass es zu!)

Der Körper, unentschlossen, stieß sie weg. Doch sie ließ ihn nicht los. Er wehrte sich gegen die Berührung, doch auch wenn sie den Griff nicht halten konnte, so erneuerte sie ihn immer wieder. Bis seine Glieder zu Sand wurden. Nach den Kämpfen schliefen beide auf dem Boden ein.

(Habe ich Frieden?)

[Ja, bis DU es wieder kaputt machst, Weichling!]

Die Luft war vom Salz des sommerlichen Schweißes und der Tränen erfüllt. Was erforderte mehr Anstrengung? Er öffnete ein Fenster und setzte sich auf den Sims um abzukühlen. Eine leichte Brise

[und ein kleines Geschenk. Ich verliere nie!]

Übelkeit und Schwerelosigkeit. Blaulicht. Stimmen, die nicht verstanden werden konnten.

Weiß. Seine Welt wurde weiß.

Fortsetzung folgt.
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Offline Calla

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Ratmans Studierzimmer
« Reply #9 on: March 14, 2011, 08:48:36 am »
ooooooh die letzte Geschichte ist großartig! Sehr spannend und toll geschrieben und....ich will mehr wissen! :D

Offline mirage

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Ratmans Studierzimmer
« Reply #10 on: March 14, 2011, 06:42:34 pm »
ich liebe deine Sachen! Mir gefällt durchweg alles von dir geschriebene und hier gepostete! Ganz große Klasse!
ich schreibe alles klein, weil ich zu faul bin, shift zu drücken111

Offline Ratman

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Ratmans Studierzimmer
« Reply #11 on: April 11, 2011, 09:03:19 pm »
Ich komme kaum zum Schreiben, und dieser dämliche Rechner hat die erste Version der Fortsetzung gelöscht, aber nun kommt:

Perfektion

Episode II

Es war wie Wasser, dieses Gefühl um ihn herum.
Er schwebte horizontal. Klack-Klack. Vibrationen.
Im Gleiten glitten seine Augen auf.

(Was?)

Der Mann zu seiner Rechten bemerkte das. Er legte sein Klemmbrett hin und trat an ihn heran.

(Es war... so schön!)

Sein Blutdruck wurde kontrolliert. Er starrte durch das Fenster der hinteren Wagentür. Regentropfen hingen daran und reflektierten Licht. Rot und grün der Ampeln, und immer wieder blau-blau-blau.
Er wurde weggerollt. Vor dem schwarzen Nachthimmel lag ein orangefarbener Schleier. Die Trage, auf der er lag, vibrierte auf dem rauen Asphalt.

[Asphalt. Hart. Wärst du härter, würdest du nicht hier liegen.]

Er erlangte sein Gehör langsam wieder. Eine junge Ärztin beugte sich über ihn. Sie lächelte ihn an und strich ihm beruhigend von der Schulter zum Ellenbogen.

(Sie ist wie...wie...Sie!)

Er griff an seine Brust. Die Ärztin rief etwas, bekam ein Döschen in die Hand und sprühte ihm zwei mal in den Mund. Das grelle Neonlicht wurde dunkler.

Er fiel. Doch er fiel weich.

(es ist schön)

[Und doch hast du keine Kontrolle. Versager. Es kann dir jederzeit entrissen werden. Versager. Du musst dir aller erkämpfen, und auch kämpfen um es zu erhalten. Weltfremde Prinzessin.]

(Wie soll ich ein Mensch sein, mit deiner Härte? Wie soll ich genießen, mich weich fallen lassen?)

[Niemand mag dieses Weiche. Du bist eine Belastung für die Menschen.]

(Bitte, geh! Ich kann nicht bei dir leben!)

[Sei stark. Wach auf!]

Das erste Mal in einer Woche schlug er die Augen auf.
Um seinen Körper war es weich und warm.
Sein Gesicht war jedoch in beißenden Gestank und Kälte getaucht.

(gut.)

Zwei Wochen später konnte er aufstehen.
Er konnte sich selbst waschen.
Er weinte oft an der Seite einer netten Krankenschwester.
Er wurde in die Reha verlegt.

[Und ich bin wieder da...]
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Offline Ratman

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Ratmans Studierzimmer
« Reply #12 on: June 13, 2011, 07:41:18 pm »
So, weil ich ein kranker, kranker Mensch bin, habe ich dieses Ding hier schreiben müssen. Ich habs auc och mal in der Schule abgegeben und hoffe, ne gute Note drauf zu bekommen. Oder ich werde eingewiesen, weil ich sowas schreibe. Naja, ich hoffe, ihr habt Spaß am Lesen!  :happy:

Die Reise der Kinder

Jetzt war auch alles egal. Eigentlich war es doch ganz schön hier, nicht? Es war warm und weich. Wie das wohl schmeckt? Eine Hand...
 

Der Arm griff in den Schleim hinein und zog ihn heraus. Über den beiden Gestalten waren irgendwelche alten Metallverstrebungen angebracht. Sie müssen wohl durch den Dachboden der alten Fabrikhalle gefallen sein. Doch was genau geschehen ist, das wussten die Menschen schon seit zwei Wochen nicht mehr. Das Gemisch aus Ektoplasma und Blut tropfte von den Streben in dicken, schleimigen Tropfen. Das Licht der Abenddämmerung verlieh der Szene einen noch schaurigeren Schein. „Sie kommen“, sagte Sara. Jetzt hörte auch er die schrecklichen Geräusche, wie quietschendes Gummi und Fingernägel auf einer Schiefertafel. „Wir müssen hoch.“
 

Also kletterten sie die glitschigen Streben entlang nach oben. Der Rand des Dachbodens war noch halbwegs stabil, sodass sie von dort aus aus dem Fenster klettern konnten. Hiob sah hinunter, und sein Verstand konnte nicht fassen, wie viele Leichen in dem Schleim trieben. Sara jedoch trieb ihn zur Eile an. An einer Regenrinne kletterten nun beide auf das Dach und krochen über einen alten Stahlträger, welcher über die nebenan gelegenen Bahngleise führte. Sara befahl ihm zu halten. Er wusste nun, was sie vorhatte. Auf der Strecke fuhren immer noch die automatischen Züge, die 2015 eingeführt wurden. Auch wenn beide, Sara und Hiob damals gegen das Projekt demonstriert hatten, so war es doch nun ihr Lebensretter.
 

Plötzlich verschwand die untergehende Sonne. Irritiert blickten beide in die Richtung, aus der eigentlich die Sonne scheinen müsste. Eine riesige Gestalt versperrte nun den Blick. Hiob erstarrte. Sara flüsterte leise vor sich hin:“Asmodäus“. Ihre Hose wurde nass. Asmodäus und seine Schergen näherten sich nun schneller, da sie die Mischung aus Angst und Urin riechen konnten. Und sie wollten nur eins: Leid über das erbärmliche Menschentreiben bringen. In Übelkeit und Verzweiflung schlossen sie beide die Augen. Gleich ist es soweit, gleich werden wir endlose Qualen im Bauch dieses Dämonen erleiden... Doch da, was war das? Ein Sirren – der Zug! Das war ihr Chance, denn kurz bevor der Zug unter ihnen war, ließen sich sich fallen, und landeten sicher auf dem Dach. Asmodäus, sich immer weiter entfernend, lachte...
 

Der Zug rauschte durch die kalte Nachtluft. In einer Kurve konnten sie sich gerade so auf dem Dach des Zuges halten, denn es war sehr glatt. Zwar gab es eine Luke in das Zuginnere, doch sie beschlossen, nicht hineinzugehen. Wer weiß, was für Höllenbruten sich darin befinden? Sie kamen an einem Kraftwerk vorbei. Im kalten Mondlicht sah es aus, wie ein belustigter Zuschauer bei der Apokalypse. Ein Knall. Vor ihnen landete ein Mann in schwerer Kampfmontur. Als er die beiden blinden Passagiere sah, schritt er gemächlich auf sie zu, als wäre die Welt in Ordnung. Die Granaten an seiner Brust und seinem Gürtel klapperten ebenso, wie das Schwert an seiner Seite und das Gewehr auf seinem Rücken.
 

„Was macht ihr denn hier oben?“, fragte er mit einem Hauch von Belustigung in der Stimme. Sara und Hiob erklärten ihm, dass sich wohl noch Dämonen oder ähnliche Abscheulichkeiten dort unten befanden. Er ging zur Luke, warf eine Granate hinunter und setzte sich an den Rand. Es sirrte kurz unter ihnen, und Flammen stiegen aus den seitlichen Fenstern. Dann drehte er sich um und sagte: „Ich bin übrigens Tobi.“ und verschwand. Unten klapperte es einige Male, es folgte ein schriller Schrei und Sara und Hiob wurden nach unten gerufen.
 

Sie mussten aufpassen, nicht auf dem Boden auszurutschen. Das gesamte Abteil war von dem selben Schleim bedeckt, in dem Hiob vor einigen Stunden fast ertrunken wäre. Tobias wartete derweil an einer Tür. „Kommt hier rein, hier ist noch alles sauber.“ Die beiden folgten ihm. Die Nacht rauschte an ihnen vorbei, und da anscheinend keine Gefahr drohte, schlief einer nach dem anderen ein.
 

Die Morgensonne schien auf Hiobs Gesicht und er wachte auf. Als er begriff, dass sie alle eingeschlafen waren, durchlief ihn ein tiefes Schaudern. Was hätte nicht alles in diesen Zeiten drei Schlafenden widerfahren können! Doch noch lebten sie alle. Er weckte Sara und Tobias. Zu dritt gingen sie auf das Dach des Zuges, denn wenn der Zug seine Endstelle in einer großen Stadt erreicht... dann wäre auch für die drei Endstation. Die Luft auf dem Zugdach war kühl und angenehm. Hiobs Augen fixierten etwas in der Ferne. „Es... es ist“, stammelte er, „es ist meine Heimat!“ Sie sahen hinter einigen großen, dünnen Bäumen ein Feld. Auf ihm hatte sich durch die monsunartigen Regenfälle, als die Hölle losbrach, eine große Pfütze gebildet. Auf ihr reflektierte sich die aufgehende orangefarbene Sonne.
 

„Kennst du dich in der Gegend aus?“, fragte Tobi. Hiob bejahte das. „Dann sollten wir hier abspringen, weiter hinten ist es, glaub ich, wieder gefährlicher.“ Da der Hang neben ihnen nun seicht abfiel, konnten die es auch gefahrlos tun. Alle landeten zwar hart, konnten sich aber gut abrollen und blieben so unversehrt. Sie fanden an der nahe gelegenen Straße ein Auto, dass zwar blutverschmiert war, bis auf eine zerbrochene Seitenscheibe jedoch in bestem Zustand war. Der Wagen startete ohne Probleme, denn der Schlüssel steckte noch im Zündschloss. Hiob navigierte ihn durch die Straßen, die sich zwischen den Feldern entlang wandten.
 

Aus dem Nichts erschien eine blutige Gestalt vor dem Wagen. Tobias beschleunigte. „Hier gibt’s nur Auferstandene, die mache ich schnell platt. Wir sollten hier bleiben.“, schmiss er lakonisch in die Runde. Was für einem Menschen sind die beiden da nur begegnet? „Da vorn!“ schrie Hiob plötzlich. „Halt doch an, Mensch!“, und Tobias tat, wie ihm geheißen. An einem kleinen Kreisverkehr hielt der Wagen. Ohne weiteren Auferstandenen zu begegnen, gingen sie auf das Haus zu, welches eine magische Anziehungskraft auf Hiob auszuüben schien.
 

Er holte einen Schlüssel aus seiner Hosentasche und wischte ihn, immer noch klebrig von dem Schleim, in dem er vor einigen Stunden schwamm, im Gras ab. Er drehte ihn im Schloss und trat leise ein. Wie vertraut es doch war! Eine Kinderstimme kam aus dem oberen Stockwerk. „Mami, Mami, der Wecker hat doch schon geklingelt! Wach auf, Mami! Es ist doch schon viertel sieben! Mami!“ Hiobs kleine Schwester. Sie lebte noch. Er weinte stumme Tränen, als er die Treppe hinauf stieg. Die letzten Stufen knarrten, wie damals, als er noch hier wohnte. Er stieß vorsichtig die Tür zum Schlafzimmer der Eltern auf. Doch was er sah, war ein Bild des Schreckens...
 

Elektra saß ganz verzehrt neben ihrer schlafenden Mutter. Doch sie schlief nicht, wie er Sekunden später an den Tabletten, die neben dem Bett verstreut lagen, erkannte. Er trat an das Bett heran und schloss mit einem Handstreich die Augen seiner nun toten Mutter. Dann ergriff er Elektra und umarmte sie innig. „Schwesterchen... Wir müssen hier weg, meine liebe. Lassen wir Mami doch schlafen. Sie hat in letzter Zeit so viel durchgemacht, da braucht Mami ihre Ruhe, ja?“ Nun musste Hiob stark sein, nicht für sich, sondern für seine Schwester. Er trat mit ihr in sein altes Zimmer, welches noch genau so aussah, wie damals, als er es verließ. Er rief die anderen beiden nach oben. Er befahl Sara, sich zu duschen und frische Kleidung anzuziehen.
 

Als Hiob später seine Schwester ein wenig beruhigt hatte, trat Sara nackt aus dem Bad und öffnete Hiobs Kleiderschrank. Hiob stand nun auf, um sich selbst zu waschen. Als er selbst wieder angezogen war, ging er mit Tobias nach draußen um eine Zigarette zu rauchen. Neben ihnen lag die Leiche eines Auferstandenen, der nun die ewige Ruhe hatte. Als sie aufgeraucht hatten, fiel Tobias' Zigarette auf den leblosen verwesenden Körper. Er ging sofort in Flammen auf.
 

„Die brennen ja!“, schoss es überrascht aus Hiob heraus. Tobias überlegte kurz und antwortete: „Sicherlich die Fäulnis, die diese Kreaturen in sich tragen. Eigentlich ganz normal. Es kreischte in der Ferne. Beide warfen sie einen Blick in die Richtung, aus der das Geräusch kam. Doch nichts war zu sehen. Sie wandten sich gerade wieder um, Richtung Haus, doch da kreischte es ein zweites mal. Eine zweite, dritte, vierte Stimme fiel in die Kakophonie ein, bis die Schreie aus allen Richtungen zu kommen schienen. Nun waren sie umzingelt. Taumelnd wankten Auferstandene auf die beiden zu. Tobias feuerte einige Salven aus seinem Gewehr ab, doch die Massen, die auf das Haus zustürmten konnte er nicht damit aufhalten. Sie sprinteten hinein und schlossen ab. Dann warfen sie, vom Schrecken erfasst, alles was sie finden konnten vor die Tür.
 

„Was ist denn da so laut?“, fragte Elektra ganz unschuldig. In Saras schweißnassem Gesicht klebten Strähnen aus ihrem Haar. Sie wusste nicht, was dort geschah, doch sie wusste, dass sie alle nun in unmittelbarer Lebensgefahr schwebten. Dann kamen die Schüsse, unten im Haus krachte es. „Geht nach oben!“ Herrschte Hiob die beiden an. Saras Stolz rebellierte da einen Augenblick, doch dann bemerkte sie den harten und doch angstergriffenen Blick von Hiob. Sie nahm Elektra bei der Hand und gingen wieder in Hiobs altes Zimmer.
 

Hiob und Tobias stürmten nun nach oben. „Was ist da unten los?“, schrie Sara die beiden an. „Auferstandene. Viele. Wir müssen die irgendwie los werden.“, meinte Tobias. Nun war er wieder der kalte Profi. Mit zusammengekniffenen Augenbrauen ergriff nun Hiob das Wort. „Wir haben hier noch ein Luftgewehr und viel Munition dafür. Die Diabolos waren damals so spottbillig. Ob das was nützt?“ „Mh-mh“, meinte Tobi, „Damit schießt du denen vielleicht ein Auge aus, aber ein Mensch ist viel zu stabil für die Dinger gebaut. Wir brauchen was anderes.“ In der Zeit, in der Tobias sprach, hatte Hiob schon Gewehr und Munition herausgeholt und durchgeladen. Doch nun verließ ihn der Mut, denn ihm fiel nichts weiter ein. Tobias' Phosphorgrananten konnten sie vergessen, damit hätten sie sich nur selbst abgefackelt. Und er hatte nur noch zwei volle Magazine. Da rastete Sara plötzlich aus, riss Hiob das Gewehr aus der Hand, zerschlug mit dem Kolben das Fenster, legte an und schoss. Irritiert sahen die Anderen dieses Schauspiel mit an.
 

Sara blickte blickte noch kurz nach draußen und brach kurz darauf in Jubel aus. Er ging doch tatsächlich zu Boden! „Muss wohl an der Fäulnis liegen“, dachte Tobias, als er hinter den Grund von Saras Jubel gekommen ist. Da die Auferstanden anscheinend nicht so schnell die Barrikade hinter der Haustür durchbrechen würden, konnten sie sich nun alle Zeit der Welt lassen, um einen nach dem anderen abzuschießen. Stunde um Stunde wurden es immer und immer weniger, bis sie gegen vier Nachmittag niemanden mehr von den Fenstern aus sehen konnten. Nach kurzer Beratung, was denn nun zu tun sei, beschloss Tobias, als der beste Kämpfer, aus dem Fenster heraus zu springen und die Lage zu sondieren.
 

Unten aufgekommen, lief er ein Stück auf eine freie Fläche. Da die Auferstandenen ziemlich langsam waren, konnte er hier kaum eine böse Überraschung erleben. Noch konnte er einige von den Kreaturen vor der Haustür sehen. Da gab er das Zeichen für die Anderen, dass sie herunterkommen konnten. Er sah Sara aus dem Fenster fallen, Hiob warf Elektra zu ihr herunter und sie fing sie auf. Schließlich sprang auch Hiob aus dem Fenster, und wie er unten aufkam rannten sie zu Tobias. Er erklärte ihnen die Lage. Sie beschlossen, auch die restlichen Auferstandenen zu erschießen, und wenn sie ihnen zu nahe kommen würden, würden sie einfach die Stellung wechseln.
 

Die Dämmerung brach herein, als auch der letzte Auferstandene zu Boden ging. Nun mussten sie jedoch noch herausfinden, wieso die Auferstandenen plötzlich angriffen. Sie gingen wieder zum Wagen und fuhren in richtung der Bahngleise, an denen sie hier ankamen. Hinter dem blutroten Himmel zeichnete sich auch schon bald eine Gestalt ab, etwa noch zehn Kilometer entfernt.
 

Es war Asmodäus.
 

Sara begann zu schluchzen, als der Wagen kehrt machte. Asmodäus. Er schien ihnen zu folgen. Und schon bald würde er hier sein.

„Was...Was machen wir denn jetzt?“, kreischte Sara.

„Es sind Dämonen. Feuer und Rauch kann sie wegen ihrer Beschaffenheit vernichten. Noch nie die Bibel gelesen?“, murrte Tobias.

Nun war Hiob dran, sich einzumischen: „Die Bibel? Was glaubst du wo wir hier sind, Mann? Die Märchenstunde beim Onkel Pastor ist vorbei! Wir müssen uns etwas Handfestes einfallen lassen!“

„Wenn das wirklich Dämonen sind, dann muss es auch einen Gott geben, nicht? Wenn du eine bessere Erklärung für all das hier hast, dann sag's mir, aber wenn nicht, dann halten wir uns an meinen Plan. Verstanden?“

Im Licht der roten Sonne sah Tobias' Gesicht aus, wie aus blutbesprenkeltem Marmor gemeißelt.

Elektra zitterte leise und starrte ins Leere.
 

Im Ort angekommen, stiegen sie aus dem Wagen aus und Tobias verteilte schnell seine Order. Die nun endgültig toten Auferstandenen mussten um den Ort verteilt werden. Als dies geschehen war, war es bereits Nacht. Am Horizont wurde Asmodäus immer größer. Erschöpft setzten sich die vier ins Gras. Nun war es Zeit für eine endgültige Entscheidung. Tobias rupfte einige Grashalme aus dem Boden, knickte einen ab und verbarg sie in seiner Hand. Damit sollte bestimmt werden, wer den Dämon anlockt. Die Wahl fiel auf Hiob. Stumm blickte er nach unten und umarmte ein letztes mal seine Schwester. Eine leise Träne fiel auf den Boden. Dann ging er in den Ort, während sich die anderen im Gebüsch versteckten.
 

Asmodäus stand nun riesig vor Hiob. Dieser schrie sich die Lungen wund, was Asmodäus auch bemerkte. Hiob rannte wie der Wind durch den Ort, um Asmodäus in den Ring aus Leichen zu locken. Er drehte sich um, und der riesige Dämon war nun direkt vor ihm. Zischend landete weiter hinten eine von Tobias Phosphorgranaten in dem Ring. Binnen Sekunden brannte der gesamte Ort lichterloh. Dicke Rauchschwaden schwebten durch die Luft, und es war unerträglich heiß für den eingekesselten Hiob. Er ging in die Knie und sah noch einmal nach oben. Asmodäus stürzte.

Das Licht der Flammen wurde immer heller und blendete Hiob.

Es ging endgültig zu Boden.
 

Jetzt war auch alles egal. Eigentlich war es doch ganz schön hier, nicht? Es war warm und weich.

Die Morgensonne scheint auf meine Augen. „Nur noch fünf Minuten...“, denke ich und drehe mich noch einmal in den zerwühlten Laken um. Was für ein Traum.
Zeit verwundet alle Heiler - Cpt. B.F. "Hawkeye" Pierce