Author Topic: Gedichte und so  (Read 15862 times)

Offline Rayk

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Gedichte und so
« Reply #30 on: December 13, 2009, 09:30:18 pm »
Ich hoffe, Du beziehst Dich nicht auf meinen Text. Sonst müsste ich mich jetzt mit irgendwas betäuben und Dich bannen, wenn ich wieder zu mir komme. ;) Eine schlimmere Beleidigung als "Gruftpoet" gibt es ja kaum. o_O" Hirntumor > Gruftigedicht.

Edit: Ah, ok... alles klar... Pissbirne! =)

Offline thorben

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Gedichte und so
« Reply #31 on: December 13, 2009, 09:41:04 pm »
was??

das bezog dich aber auch auf dich. ich kann doch nichts da für wenn du langweilige gedichte schreibst.
lg,

thorben

Offline Metaphor

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Gedichte und so
« Reply #32 on: December 23, 2009, 06:40:14 pm »
Hirntumor > Gruftigedicht.

Heißt das jetzt, dass der Hirntumor besser, oder schlechter ist? o_ô

Neue Wörter des Lobes finden sich inzwischen keine mehr in meinem ermüdeten Gehirn. Schlicht: Abermals sehr schön! Beides.
Erlaubt mir, meine Bewunderung auszusprechen. :nod:
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Offline Shaolön

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Gedichte und so
« Reply #33 on: July 17, 2010, 02:13:13 pm »
So hier mal ein paar von den Gedichten von mir die mir selbst ganz gut gefallen:

Angst

Wolken ziehen vor den Mond
Die Dunkelheit verdichtet sich
Die Bäume rücken näher schon
War dort im Dickicht ein Gesicht?

Die Flammen flackern wie dein Herz
Ein Zentrum von Geborgenheit
Das sich von totem Holz ernährt
Und nun verlischt es mit der Zeit

So viele Menschen drängen sich
In einen Raum aus Rauch und Licht
Du siehst sie doch du kennst sie nicht
Und spürst den Rausch wie er dich frisst

Laut und schnell und heiß ist es
Mit Brüsten und mit Muskeln
Sie kratzen und sie beißen sich
Mit Blicken und Getuschel

Nun liegst du brav in deinem Bette
Nach Gutenachtgeschichten
Und siehst die Schatten an der Decke
Mal hier mal dorf aufblitzen

Ein Knistern in der Ecke dort
Ein Knacken in den Wänden
Du wünschst dich in die Träume fort
Doch Angst erstickt dein Denken

Du liebst sie mehr als sie dich braucht
Und würdest alles geben
Und kommt sie spät des Nachts nach Haus
Traust du dich nicht zu reden

Du weißt du hast sie schon verlorn
Doch brauchst du sie zum Atmen
Die Angst hat schon dein Herz erfrorn
Und töten dich im Warten



The Circle Of Life

She was wild and so free
And a beauty more over
We talked about dreams
And I wished I would know her

My heart was so young
It was beating so hard
And I sceamed out my loung
In the back of her car

When I awoke in the morning
I couldn't believe she was gone
And my heart went with her
And my hope all along

So I traveled the earth
To grow up and grow wild
And I saw good and bad
And I married the night

But where ever I went
This black hole in my chest
Was too deep to be filled
So I went with the rest

And yesterday night
I meet this beautyful child
And we talked about dreams
And I must have looked wild

And so lonley I was
That I played my guitar
And we both ended up
In the back of my car

And the smile in her sleep
Told me what I had done
And the pain was too deep
When she awoke I was gone


Vagabund

So kleide ich in Lumpen mich
Verdecke mein Gesicht
Dass Tränen, Blut und Straßenschmutz
Nicht sichtbar sind für Licht
Dass ich dich ziehen lassen kann
Mit all den Edelleuten
Wie ich aus deinem Blick verschwand
Erlosch ein schwaches Leuchten
Ich hoffe dass sie glücklich sind
Den größten Schatz zu haben
Und dich als Freund als Weggeleit
Für immer mit sich tragen
Dein Herz welches ich einst befreite
Kann nun alleine leben
Und ich leb mit Erinnerung
Und wasche mich im Regen
Der frühe Vogel fängt den Wurm, aber die zweite Maus kriegt den Käse.

Offline CheshireCat

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Gedichte und so
« Reply #34 on: July 18, 2010, 11:08:39 pm »
also die ersten beiden finde ich einen tick zu lang...
aber das dritte gefällt mir wirklich sehr!!! hatte sofort ein bild vor augen!!!! wirklich schöne, klare worte, gute länge, toller stil!
^^
...ein schlechtes Gewissen ist nur ein kleiner Preis für das Glück...

Offline Nachtschimmer

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Gedichte und so
« Reply #35 on: July 19, 2010, 12:18:46 am »
Edit: Danke Admin, für's Ordnung bewahren.
« Last Edit: September 22, 2010, 11:39:27 pm by Nachtschimmer »

Offline Tom

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« Reply #36 on: December 30, 2010, 06:07:40 pm »
Beim Aufräumen habe ich ein paar alte Notizen gefunden, die mal der Versuch waren ein Lied auf der Gitarre zu schreiben.
Den Refrain hatte ich und ein Vers ist mir eingefallen. Ich glaub' die Melodie war nicht toll, aber vielleicht taugt es als Gedicht.

"Time Is Not On My Side"

When I think back to when I was born
everything was unknown.
When I think back to when I was small
everything I needed wasn't all.
When I think back to when I grew up
I thought someday I'll be on the top.
When I think back to the day I left home
I thought I wouldn't be alone.

I want it so madly
I need it so badly
Something that I could not find
It's getting so sadly
I'm almost feeling deadly
Cause Time is not on my side

Time is not on my side!

Offline Metaphor

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« Reply #37 on: January 06, 2011, 08:36:41 am »
Hey, mir gefällt's. :) Und jetzt geh und schreib eine Melodie dazu! Ich würde es gerne mal als Musik hören. *g*

Nur eine kleine Anmerkung:
Wozu die Adverbien im viert- und drittletzten Vers?
Ich meine: 'Sich tödlich fühlen'? Ist das als Sinn beabsichtigt? Oo

Mein Lieblingsteil ist übrigens
/When I think back to when I was small / everything I needed wasn't all.

Ich erbitte mir das Recht, das gegebenenfalls in einem passenden Moment zitieren zu dürfen.

:)
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Offline Tom

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Gedichte und so
« Reply #38 on: January 06, 2011, 11:18:19 pm »
Danke, Metaphor.

Ich schätze des Reimens und der Melodie wegen.
Wenn du einen Moment findest, mich zu zitieren, würde ich mich geehrt fühlen.  :jest:

Ein weiterer Song, den ich nicht zuende gebrachte habe, ist hier.
« Last Edit: January 06, 2011, 11:31:45 pm by Tom »

Offline Metaphor

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« Reply #39 on: January 22, 2011, 05:03:31 pm »
Das dachte ich mir. ;)

Und: Uh, yeah. (Hutsmiley!) :jest:
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Offline Schneewittchen

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Gedichte und so
« Reply #40 on: February 06, 2011, 03:23:22 am »
*
In deinen tiefen Augen lag das Scherbenmeer
Der ganzen Welt, die meine war,
Und unerbittlich leer.
Das Licht der Sonne brach sich
Im Glas, und du strahltest
So schön gegen die Schwärze neben dir,
Dass sie tiefer sank in sich,
Und verging.

*Gedichte haben bei mir nie einen Titel.


„Sylvia, get your head out of the oven."


Offline Hamletian Kyd

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Gedichte und so
« Reply #41 on: February 07, 2011, 09:20:36 pm »
Wenn man es liest scheint das Gedicht genau in der Mitte tatsächlich eine Art Bruch zu haben - also nach "brach sich". Das macht so gesehen Sinn.

Auch 2x "tiefen"/"tiefer" zu gebrauchen erscheint stimmig. Von dem 2x "sich" bin ich dagegen nicht so überzeugt.

Ich glaube rein vom optischen Bild könnte man es besser lesen wenn man am Zeilenbeginn Kleinschreibung verwenden würde (außer nach dem Punkt bzw. bei Satzbeginn). Vom Klang her sollte man noch mal probieren, ob man das "neben dir" ganz rausnehmen kann und das "in sich" verändern (dann wäre zumindest dieses grenzwertige 2x "sich" draußen).

Kurz: Inhalt ohne jeden Zweifel poetisch & schön, Form vielleicht noch nicht ganz (ist aber ein zugegebenermaßen sehr schnell hingetipptes Urteil - ich hatte gerade Lust drauf  :))

 

Trau keinem über Dreißig? Hau einen über Fünfzig!

Offline Schneewittchen

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Gedichte und so
« Reply #42 on: February 07, 2011, 10:20:11 pm »
Vom Klang her sollte man noch mal probieren, ob man das "neben dir" ganz rausnehmen kann [..]
Ich gebe dir Recht, ich glaube, das ist sinnvoll.

[...] Von dem 2x "sich" bin ich dagegen nicht so überzeugt.
Ja, ich auch nicht,  aber wenn ich's ganz weglasse, fehlt mir vom Klang her zum Ende hin was..
Quote
In deinen tiefen Augen lag das Scherbenmeer
Der ganzen Welt, die meine war,
Und unerbittlich leer.
Das Licht der Sonne brach sich
Im Glas, und du strahltest
So schön gegen die Schwärze neben dir,
Dass sie tiefer sank in sich,
Und verging.
..und eine passende andere Formulierung fällt mir gerade nicht ein. Ich denk' mal darüber nach.

Die Großschreibung am Versanfang ist Absicht, alternativ hatte ich (innerhalb der 10 Minuten, in denen ich dies, soweit ich mich erinnere, verfasste) über eine durchgängige Kleinschreibung nachgedacht, das aber aus Gründen, die mir gerade nicht mehr einfallen wollen, verworfen.
Aber danke. :)
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Offline Hamletian Kyd

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Gedichte und so
« Reply #43 on: February 08, 2011, 01:52:07 pm »
Ja, ich auch nicht,  aber wenn ich's ganz weglasse, fehlt mir vom Klang her zum Ende hin was..
Quote
In deinen tiefen Augen lag das Scherbenmeer
Der ganzen Welt, die meine war,
Und unerbittlich leer.
Das Licht der Sonne brach sich
Im Glas, und du strahltest
So schön gegen die Schwärze neben dir,
Dass sie tiefer sank in sich,
Und verging.
..und eine passende andere Formulierung fällt mir gerade nicht ein. Ich denk' mal darüber nach.


Man könnte schreiben:

"dass sie tiefer sank, tiefer"

dann hätte man zwar 3x "tief" drin - aber bei einem ScherbenMEER würde ich das konsequent finden  ;)
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Offline Metaphor

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Gedichte und so
« Reply #44 on: February 16, 2011, 05:17:45 pm »
Bezüglich Hamletians Vorschlag, das reflexive "sich"-Vorkommen zu reduzieren:

Ich finde 'sank in sich' eigentlich schön, weil es mit dem Motiv der Tiefe harmoniert und sozusagen gegensätzlich zum Gebrochensein des "Füllkörpers" (-> Glas; bzw. Wiederholung der Anfangssituation "in") für mich erscheint, sowie 'Tiefe des Lichts'
für mein Verständnis etwas wie ein Paradoxon darstellt.
Entschuldigt meine fahrige, eventuell unverständliche, zeitersparnismäßige Erklärung; was ich jedenfalls vorschlagen wollte:

"In sich" drinlassen, das erste "sich" ("brach sich") streichen. Das würde auch den Klang erhalten. :>
Die Kleinschreibungssache würde ich auch probieren. :nod:


Hamletian Kyd, ich habe eine unbrauchbare / bezugslose Kritik meiner Lehrerin für einen epischen Kurztext bekommen,
würdest du ihn nicht vielleicht unter Umständen für mich brauchbar kommentieren? :D (Das heißt, wenn ich nach zweitem Lesen
überhaupt noch überzeugt davon bin. Ich hatte zwischen Schreiben und Abgeben keinen Zeitraum, der dieses präferable Vorgehen
ermöglicht hätte. *Über "Deutsch"-"Lehrerin" die Faust schüttel*)
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