Author Topic: Gedichte und so  (Read 16349 times)

Offline Mrs. Bloody Sunday

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Gedichte und so
« Reply #15 on: January 25, 2009, 10:33:05 pm »
Hier einmal was englisches ^^ Ich poste meine Gedichte immer auf deviantArt.com ö.ö Das ist auch da ^^

I love you
Nothing more
Nothing less
You are my only one

I hate me
Sometimes more
Sometimes less
I know that I’m done


Who cares?
Ich bin auf der Suche nach Seelenasyl.
Ich brauche nicht viel Platz, verlange nicht viel.
Nur ein kleiner Platz am Wasser mit Schatten vielleicht,
mehr soll es nicht sein.
Ich bin sicher, das reicht.

Offline ThePittedMissTamara

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Gedichte und so
« Reply #16 on: April 15, 2009, 12:15:05 pm »
@ LaMisere

Also ich hab ja eigentlich KEINEN Plan vom Blasen & Tuten, was Gedichte angehen.
Aber ich hab mir das jetzt mal so durchgelesen & muss sagen es gefällt mir sehr gut.
Du hast aus einer kleinen unspektakulären Situation, in der du dich im Gedicht befindest, so viel rausgeholt.
Find ich Klasse!

Offline Stigmatized Muffin

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Gedichte und so
« Reply #17 on: April 15, 2009, 05:36:40 pm »
Hier mal ein paar alte Gedichte, leider aus einer eher negativen Zeit meines Lebens, aber heute gehts mir richtig gut, also nicht falsch verstehen '& bitte beachtet die Ungereimtheit auf Grund der unterschiedlich langen Sätze '& die Grammatikfehler in den englischen Gedichten nicht so, denn sie sind zwischen 3 und 5 Jahre alt ;)



Depressionen

Ich bin nicht Stumm, Taub oder Blind,
bin zum Glück kein Waisenkind,
muss nicht hungern oder klagen
und auch nicht nach Liebe fragen.
Normal ein Grund zum glücklich sein,
aber leider, leider: Nein!

Da gibt es Dinge die mich stören,
und ich könnt’ auf vieles schwören,
dass ich unzufrieden bin,
obwohl ich weiß, es macht keinen Sinn!
Aber ich fühle mich oft allein,
und frage mich: „Wie kann das sein?“

Ich habe Freunde, die mich mögen,
und eine Familie die mich liebt,
aber da ist einfach nichts,
das mir ein schönes Leben gibt!
Mir fehlt etwas, das spüre ich,
doch die Frage „Was?“ beschäftigt mich.

Ich weiß nicht was ich machen soll,
die Depressionen sind nicht toll.
Ich will doch einfach glücklich sein,
stattdessen sitz ich da und wein.
Doch ich hoffe jeden Tag aufs Neue,
dass ich mich einmal richtig freue!



Der Sinn des Lebens

Die Liebe ist der wahre Sinn,
wieso ich auf der Erde bin.
Die Liebe kann große Freude bringen,
oder dich zum Weinen zwingen.
Doch alles dreht sich um Gefühle,
wenn ich in meinem Herzen wühle.
Und als Liebe in meinem Leben,
kann es einfach nur dich geben...



My Only One

You Are The One Drying My Tears,
You Are The One Destroying My Fears,
You Are The One Making Me Smile,
You Are The One Respecting My Style,
You Are The One Showing Me Love
You Are The One Sent From Above
You Are The One Making Me Happy Once More
And You Are The One I’m Just Living For



Painful Love

I was walking all the time,
without seeing any crime,
without seeing any pain,
but then there was this bitter rain.

I felt a cut deep in my heart,
then a painful time had start.
I cried for you a lot of tears
and now I have some horrible fears.

I often think ‘bout time with you,
and often thinking ‘bout you, too.
But now I’m having to forget,
my heart feels like it’s being dead.

I hope I’ll find a love again,
a really nice and helpful man.
But what is when I will find it never?
I don’t want to stay alone forever…



Sense of life

I often sitting home alone,
watching at my mobile phone,
hoping someone will me call,
but there’s nothing and I fall.

I’m falling in a deep dark hole,
listen to my lonely soul.
And then I start of thinking long,
listen to some sadly song.

Always when I ask my mind:
“What’s the sense of my life?”
No kind of answer I can find…

Offline Rayk

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Gedichte und so
« Reply #18 on: May 19, 2009, 05:04:18 am »
Einsicht

Vom höchsten der Gipfel zur Tiefe er sprang,
entsagte dem Licht und damit dem Zwang.
Er glaubte zu fallen, glaubte zu fliegen,
er sah den Verlust und würde doch siegen.

Erlebte Gewissheit, weit mehr als nur Traum,
doch in seinem Flug bemerkte er kaum,
dass was ihn doch trägt und hält in der Welt,
verweilte am Platz, schlug auf dort sein Zelt.

Im Tal aufgekommen beschwor er den Sturm,
und riss ihn hinab, den goldenen Turm.
Von Trümmern geschlagen, erfuhr er schon bald,
was Talleben heißt, die Täuschung verhallt.

Bereut er den Sprung? Bereut er zu sehen?
Wer selbst einst gesprungen, nur der wird verstehen,
was in eine Seele die Einsicht einbringt,
wenn Fühlen im Zentrum des Wissens erklingt.

Offline Metaphor

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Gedichte und so
« Reply #19 on: May 20, 2009, 04:58:59 am »
Oh, phantastisch, Meister! :)

Eigentlich gibt es nichts Angemessenes zu Kunst zu sagen,
da ein jedweder Kommentar entweder nichts enthält außer einer Äußerung über Gefallen,
oder eine formulierte Betrachtung des Offensichtlichen mittels Zerpflückung durch angestellte Analysen,
wobei alles Entscheidende, nämlich das, wofür es keine Worte gibt, hinter jeder Art von aufgebrachter Anstrengung,
etwas zum Objekt der Betrachtung zu sagen, zurückbleibt, weshalb man letztendlich doch nichts von Bestand und Inhalt gesagt hat.

Dennoch möchte ich meiner Achtung dadurch Ausdruck verleihen, dass ich doch sage, dass mir das Gedicht sehr gefällt.
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Offline Rayk

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Gedichte und so
« Reply #20 on: May 20, 2009, 02:34:01 pm »
Merci beaucoup. :) Hatte schon ewig nix mehr geschrieben und meine letzten Versuche waren recht kläglich. Man muss es wohl einfach fließen lassen... ist mir dabei nun auch nur teilweise gelungen, finde ich, deswegen auch selbst nicht ganz überzeugt... aber der Inhalt passt auf jeden Fall. Freut mich, dass es gefällt. ^^

Offline Metaphor

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« Reply #21 on: May 22, 2009, 10:25:16 pm »
Hmm, für freieres "fließen lassen" würde ich auf Trance-Schreiben verweisen, jedoch unter der Einschränkung, dass man wohl eventuell einen gewissen Gefallen an Surrealismus haben sollte, beziehungsweise am Erkunden des Unterbewussten.  - Kürzlich fiel nämlich auch mir ein, dass ich mich dem einmal widmen wollte.
(... Es kamen in meinem Fall fragmentarische Textstücke über inzestuöse Organe heraus, über deren Bedeutung ich mir mehr als unklar bin. Oo)
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Offline Rayk

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Gedichte und so
« Reply #22 on: June 05, 2009, 02:20:00 am »
Einnahme

Ich hörte einst mein Ziel
Und höre es noch immer,
Im stetig stillen Widerklang
In meiner Seele Zimmer.

So rauscht ein Schuss
So schwebt ein Schrei
Der Kopf zerteilt,
Der Stücke drei.

Ich hörte einst mein Ende
und hör' es immer wieder,
Im monotonen Geistgesang
Erklingen alte Lieder.

Da rauscht kein Schuss
Da schwebt kein Schrei
Der Kopf verweilt,
Ganz einerlei.



Ohne Tranceschreiben, aber mit Sekundenschlafinspiration. ^^

Offline Metaphor

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Gedichte und so
« Reply #23 on: June 18, 2009, 12:36:47 am »
o.o

- kein leeres Starren, eher andächtiges Staunen. :>
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Offline Flügellos

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Gedichte und so
« Reply #24 on: August 23, 2009, 08:06:13 pm »
Es ist weniger ein Gedicht -ich bin ein misserabler Dichter deshalb-mehr meine Auffassung von Musik:

Diese Kunst kann man nicht anfassen, nicht sehen, nicht an Worte binden.

Man kann jedoch die Augen schließen
und versuchen hinter Tönen Herzschläge zu zählen.
Hinter Worten das Gefühl zu finden
und jeden Seelenfetzen in der schwingenden Luft verklingen zu lassen.
« Last Edit: October 09, 2009, 03:18:28 pm by Flügellos »
Eigentlich wollte ich heute die Weltherrschaft an mich reißen...
...aber ES REGNET :[

Offline Metaphor

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Gedichte und so
« Reply #25 on: October 08, 2009, 07:53:33 pm »
Das ist wirklich wunderschön, Flügellos.

Du artikulierst diese... hmm, Erfahrung, absolut nachvollziehbar,
und das mit wunderschönen Worten.
Eine unkonventionelle, sehr bildliche Beschreibung.
Die Wirkung der Prosa, und die Sinnbilder (besonders das letzte, der Klimax), gefallen mir besonders.

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Offline Sleepwalker

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Gedichte und so
« Reply #26 on: November 23, 2009, 08:50:18 pm »
zu meiner eigenen Überraschung habe ich auch ein gedicht geschrieben o_o es ist wohl eher der misslungene Versuch, ein neues Lied zu schreiben ;)

Zwiespalt

Lärm.
Er macht mich krank.
Zu sehr verstaubt er mir den Geist.
Doch das Verstecken geht so viel leichter.

Hast.
Sie macht mich wahnsinnig.
Zu sehr erstickt sie mir die Seele.
Doch das Verschwinden geht so viel leichter.

Lüge.
Sie macht mich rasend.
Zu sehr verwischt sie mir die Gedanken.
Doch das Reden geht so viel leichter.


Keine Schreie mehr um den Heiland Mensch.
Keine Hand zum Schein zur Faust gefaltet.
Die Stille hat uns wieder.


Wahrheit.
Sie macht mich rasend.
Zu sehr verprellt sie mir die Menschen.
Doch das Alleinsein geht so viel leichter.

Bedacht.
Sie macht mich wahnsinnig.
Zu sehr verdunkelt sie mir das Herz.
Doch das Weinen fällt so viel leichter.

Ruhe.
Sie macht mich krank.
Zu sehr legt sie sich laut auf meinen Körper.
Doch das Überhören der Not geht so viel leichter.
Alles, was nichts mit Elefanten zutun hat, ist irrelefant!

Offline frankos

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« Reply #27 on: December 09, 2009, 08:38:24 pm »
Hier 3 von meinen, die ich mal ins Reine geschrieben habe.

Verborgene Liebe
Einschnitte
Das Ende der Zeit

Alles andere ist bei mir bisher nur Zettelwirtschaft.

Offline Rayk

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Gedichte und so
« Reply #28 on: December 09, 2009, 11:17:19 pm »
Schlangen schleichen um das Nest,
streicheln Mensch mit ihren Federn,
spucken Feuer, Galle und Asbest,
in Augen trüb, mit Seelen ledern.

Innig wird umarmt der Hals,
Luft gepresst in schwache Lungen.
So gefühlvoll warme Zungen
Wunden lecken rein vom Salz.

Ein sanfter Kuss in kalter Haut,
die Zähne zärtlich, so vertraut.
Grünes Gift tanzt durch die Venen,
nährt den Atem, spielt im Sehnen.




Einen Titel hat's nicht wirklich... ich glaube, ich hatte es irgendwo "Zutraulichkeit" genannt. Ist auch schon wieder ein paar Monate alt. Scheiß Inspiration!

Offline thorben

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Gedichte und so
« Reply #29 on: December 13, 2009, 08:45:14 pm »
ah so kreativ könnte ich nie sein!! das heist nicht das dass gut ist. aber ein anfang als gruft poet.

wenn ich könnte würde ich aber hier mal erstmal die ganzen stiel fehler verbessern.  :naughty:
lg,

thorben