Author Topic: Träume? Erzählt!  (Read 69147 times)

Offline Rayk

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Träume? Erzählt!
« on: April 16, 2008, 08:25:25 pm »
Ich hab' mich heute nach der Arbeit auf's Sofa gelegt und ein wenig geschlafen... und dabei habe ich ziemlich wirrsch geträumt, was für mich Grund genug war, diesen Thread aufzumachen, den es wohl eh in jedem Forum früher oder später gibt.

Also von meiner heutigen Träumerei ist folgender Dialog hängen geblieben:

Quote from: Rayk's wirre Traumwelt
A: "Woran ist sie gestorben?"
B: "Hier, Dings... Undead! Klinge durch's Herz!"
A: "Was? Die Frau war nicht untot!"
B: "Ach? Und warum ist sie dann an der Verletzung gestorben?"
A: "*sigh* Das waren nicht Untote, sondern Lebende, die an 'ner Klinge durch's Herz sterben! Bei Untoten trennt man den Kopf vom Rumpf."

Na, wer deutet das? :D

Langweiliger Erklärungsversuch: Ich war gegen 14:30 zu Hause und lag schon eine Stunde später auf dem Sofa. Also war das vermutlich einfach (zumindest zum Teil) noch der Einfluss der Arbeit im Seniorenzentrum - so böse es klingt, es gibt da teilweise schon einige Parallelen zum klassischen Zombie. ^^;


Und was träumt ihr so? Könnt ihr euch an eure Träume erinnern? Was sind Träume?


Als ich klein war, hab' ich da ja eine tolle Hypothese aufgestellt: Immer wenn man "hier" einschläft, wacht man in einer anderen Welt auf. In dieser anderen Welt, ist unser Unterbewusstsein das Bewusstsein und andersrum. Wir (im Sinne von: Bewusstsein im "hier") kriegen also nur Bruchstücke aus der anderen Welt, zum Beispiel über die Träume, mit. =)

Der Ursprung der These war wohl die Frage, woher wir wissen sollen, dass unser ganzes Leben nicht nur ein Traum ist. Dass Descartes die Frage schon einige hundert Jahre zuvor gestellt hat, wusste ich damals noch nicht. Aber ja, komisch war ich damals schon. *g* Ich litt auch unter Verfolgungswahn und meinte immer, mein Essen wäre vergiftet und ich könnte das Gift nur neutralisieren, wenn ich jedes Mal beim Essen daran denke, dass es vergiftet sein könnte. Denn "sie" können mich nur vergiften, wenn ich keinen Verdacht hege! *lach*


So, jetzt seid ihr dran! :o

Offline Fei Ling

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Träume? Erzählt!
« Reply #1 on: April 16, 2008, 10:08:21 pm »
du warst echt immer schon wirr ;D - diese woche mal hab ich einmal intensiv geträumt, und weiß ich nur mehr, dass das ganze aus drei nicht zusammenhängengen episoden bestand, und ein traum irgendwas mit zügen zu tun hat, und dass da ne arbeitskollegen vorkam o_O°
spärliche ausbeute - ich erinnerte mich erst an mehr, aber nur mehr das blieb *grml* mein vorsatz das gleich zu notieren ist noch gar nicht gefasst, da wird er auch schon wieder verworfen *gg*

Offline Luna

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Träume? Erzählt!
« Reply #2 on: April 17, 2008, 09:58:05 am »
hmmm.. netter thread.. werd ich das nächste mal, wenn ich wieder wirr träume, dran denken..

aber was du da geschrieben hast mit dem bewusstsein und der anderswelt, das kenne ich irgendwoher.. woher weiß ich, dass ich nicht nur der fantasie anderer entspringe und zb. ne romanfigur bin.. oder woher weiß ich, dass ich nicht vielleicht eigentlich im koma leige und mein ganzes leben nur ein endlos langer traum ist??

hast du mal sophies welt gelesen? wenn nicht, würd ich dir das mal ans herz legen...

Offline opheliac

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Träume? Erzählt!
« Reply #3 on: April 25, 2008, 04:47:01 pm »
Vielleicht sollte ich vorneweg schicken, dass ich letzte Nacht wirklich schlecht und wenig geschlafen habe. Ich hatte keine Ahnung, dass ich so eine unterschwellige Prüfungsangst entwickeln kann. oO

Auf jeden Fall hatte ich zwei Träume, an die ich mich noch erinnern kann.

Der 2. war unspektakulär und der 1. war sehr kurz und undefiniert, aber er beinhaltete, dass ich eine Teetasse bin. Was ein sehr unangenehmer Zustand war, weil ich mich so dick und bauchig gefühlt habe und zu wenig Platz unter meiner Decke hatte. Und meine Untertasse hat nicht zu mir gepasst.

Das ist nicht nur total lächerlich, sondern nichtmal ein Scherz.
Irgendwelche Interpretationsansätze?

Offline WiLLow

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Träume? Erzählt!
« Reply #4 on: May 15, 2008, 07:54:36 pm »
ähh ich meine ich kann zwar ganz gut so träume deuten (sagt zumindest mein religionslehrer) ,aaaber sowas hab ich noch nie gehört...das hatte ganz bestimmt mit deiner prüfungsangst zu tun da du ja sagtes das war unangenehm und die untertasse hat nicht gepasst...hmmm irgendwie ulkig :D träume können sehr verwirrend sein *_*

Offline Kreis

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Träume? Erzählt!
« Reply #5 on: May 25, 2008, 02:12:01 pm »
Meine Freundin hat mich für einen Typ namens Alexander verlassen, mit der Begründung, dass sie wegen des gleichen Anfangsbuchstabens im Namen besser zusammenpassen. ô_O

Offline opheliac

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Träume? Erzählt!
« Reply #6 on: May 26, 2008, 11:56:55 am »
Ich bin total verwirrt. Und ein Resultat daraus ist vermutlich, dass ich geträumt habe, dass ich zu einer Rilke-Lesung in einem Schwimmbad gehen wollte mit vorangehender Möglichkeit das Schwimmbad kostenlos zu nutzen. Vor der Umkleide traf ich Jimmy Blue Ochsenknecht (?) und verstand mich grottig schlecht mit ihm. Im weiteren Verlauf verwandelte sich dieser erst in einen Freund von mir, der mich nicht erkannte und dann in Rainer Maria Rilke, der aussah wie Charles Baudelaire. Und alle außer mir haben die Lesung verpasst, weil sie noch im Schwimmbad waren.

WTF?

Offline Rayk

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Träume? Erzählt!
« Reply #7 on: May 26, 2008, 04:52:50 pm »
*Freud-Brille aufsetz*

@Kreis: Du hast allem Anschein nach unterbewusst Angst davor, dass Deine Freundin sich unsterblich in Alexander Kaschte verlieben und Dich für ihn verlassen könnte. Die unsinnige Begründung ("Anfangsbuchstabe") steht dabei für die unvernünftige "Liebe" zu einem Menschen, den sie garnicht wirklich kennen kann. Kennt sie Samsas Traum? Wenn nicht, verhindere mit allen Mitteln, dass sie sie kennen lernt! Ansonsten würde ich außerdem eine Namensänderung beantragen, nur um sicher zu gehen.

@opheliac: Ist doch logisch: Das Schwimmbad symbolisiert das Kindlich-Verspielte, genau so wie Jimmy Blue - wobei der noch die Verbindung zur Gefühlsebene herstellt. ("Uh, der ist ja sooo süß!") Dass Du Dich mit ihm so "grottig schlecht" verstanden hast und als einzige nicht im Schwimmbad warst, als Rilke gelesen hat, steht offensichtlich dafür, dass Du Dich dieser kindlichen Welt so langsam nicht mehr zugehörig fühlst und das Interesse an ihr verlierst. Das Nicht-Erkennen des Freundes symbolisiert ebenfalls den schwindenden Kontakt zu dieser kindlichen Welt und das Gefühl, dass Dein Freundeskreis noch in ihr lebt und noch nicht für die Rilke-Welt bereit ist. Dass der Freund zu Rilke wurde steht dann wohl dafür, dass eine Entwicklung in die gleiche Richtung früher oder später zu erwarten ist. Rilke mit dem Aussehen von Baudelaire symbolisiert offensichtlich Deine Vorstellung von Deinem Leben in der Zukunft. Äußerlich: Baudelaire. Innerlich: Rilke. Wenn ich jetzt mehr Ahnung von den beiden hätte, könnte man das sicher noch weiter ausarbeiten... aber von Rilke kenne ich nur ein paar furchtbar kitschige Liebesgedichte und von Baudelaire die Textstelle aus "Ein Foetus Wie Du". :P

Ähm... das war vollkommener Blödsinn und ist auf keinen Fall ernst zu nehmen. *gg* Ich wollte mich bloß mal als typischer Jahrmarkt-Traumdeuter versuchen - Jobperspektiven ausloten. ;)

Und mal im Ernst: Jimmy Blue? o_O Du musst wirklich ausgesprochen verwirrt sein! :D

Offline Fei Ling

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Träume? Erzählt!
« Reply #8 on: May 26, 2008, 07:14:22 pm »
wow, chami ich glaub die leute würden dir deine bude einrennen, solltest du sowas anbieten. ich bin ganz hin und weg ob deiner deutungen :eek:

Offline opheliac

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« Reply #9 on: May 26, 2008, 10:46:42 pm »
Ich fühle mich durchleuchtet. *g*
Äußerlich: Baudelaire. Innerlich: Rilke.
Gigantisch! Das hat meinen Tag echt rumgerissen. :D Diese Jobperspektive ist dir auf jeden Fall gegeben. Freud würd's freu'n. *haha* (Müde Wortwitze!)

Die Sache mit Jimmy Blue kann ich mehr oder weniger rechtfertigen. Ich habe neulich im Fernsehen zufällig seinen neuesten musikalischen (wenn man das so nennen kann) Erguss gesehen/-hört und der extrem nervige, aber leider auch extrem eingängige Refrain ("Hey Jimmy, hey what's up? Can I have your autograph?" Ist das grammatikalisch nicht auch totale Grütze?) verfolgt mich seitdem immer, wenn ich den Internetnamen des Bekannten lese, in den sich dieser dann auch später verwandelte (also Jimmy Blue, im Traum). Und jetzt auch noch. *seufz* ("Hey Jimmy you're so fine, can we spend a little time?" *nervenzusammenbruch*)

Offline Poppie

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« Reply #10 on: May 27, 2008, 07:00:34 am »
Arg... schonmal nen Ohrwurm im Schlaf gehabt und jedes mal, sobald man beim umdrehen mal wach wird, wieder die selbe Textzeile im Kopf gehabt? -.-
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Offline Metaphor

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Träume? Erzählt!
« Reply #11 on: December 18, 2008, 05:00:26 pm »
... aber von Rilke kenne ich nur ein paar furchtbar kitschige Liebesgedichte


*Aufschrei eines Rilke-Bewunderers*
Furchtbar kitschige Liebesgedichte?! D:
Nun, die Werke Rilkes sind durchgängig von tiefer Depression und verzweifelter Sehnsucht,
sowie von einem Gefühl der Abgeschiedenheit von der Außenwelt bzw. bestimmter Personen gezeichnet.
In wie weit das in diesen Traum- bzw. situativen Zusammenhang passt, kann ich allerdings auch nicht sagen.
Was Charles Baudelaire betrifft, habe ich meines Wissens bisher noch nichts von ihm gelesen,
und gerade eine Übersetzung eines Prosatextes gefunden:
http://doikas.blogspot.com/2007/09/anywhere-out-of-world-by-charles.html
(Oh, wunderbar, nicht?)
Dieses passt überraschend gut mit dem Rilke-Thema zusammen,
doch ob Baudelaire generell Dinge dieser Art schreibt, (auch wenn es zu vermuten wäre,) weiß ich wie gesagt nicht.

Das Schwimmbad steht, denke ich, symbolisch als Gegensatz zu erwähnter Vorlesung:
Die Vorlesung ist eine Veranstaltung von einer gewissen Wichtigkeit, das Schwimmbad ein Ort, an dem man
kurzweilig seine Freizeit verbringt, anstatt sich um das Wichtige zu kümmern oder mit seiner Zeit etwas besseres/nützlicheres anzufangen.
Ich denke, dieses Verhältnis bringt dein Pflichtbewusstsein zum Ausdruck, sich auf das Wichtige, einen Weiterbringende zu konzentrieren:
Alle sind im Schwimmbad, anstelle die Vorlesung zu besuchen.

(Was Jimi Blue und dessen Verwandlungen angeht, habe ich nicht die geringste Ahnung,
finde aber Rayks Erwägung gar nicht uninteressant. :nod:
Vielleicht sollte er auf dem nächsten Jahrmarkt ein Madame-Fortuna-Zelt aufstellen? ;) )

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der user über mir malt gerne bilder von kätzchen die kuscheln


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Träume? Erzählt!
« Reply #12 on: December 18, 2008, 05:25:52 pm »
Ich hatte mal einen ganz sonderbaren Traum:

Eines Morgens ging ich aus der Wohnung meiner Eltern, stieg die Treppen runter zu unserer Haustür und kaum, dass ich aus der Haustür ausgetreten war, habe ich nicht, wie sonst, den Spielplatz gesehen, den es dort schon seit ich denken kann gibt, sondern einen Luftsack.

Interpretationsansätze?  :D

@opheliac:
Zu dem Herrn Ochsenknecht fällt mir eine wunderschöne Veräppelung ein, sieghe hier:
http://www.youtube.com/watch?v=ei5O2ml3tvc
[/offtopic]

Offline opheliac

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Träume? Erzählt!
« Reply #13 on: December 18, 2008, 08:00:28 pm »
*nachträglich ins Rilke-Geschrei einstimm*

Baudelaire! Wenn man psychisch gestörte Leute mag (Ich spiele auf rein gar niemanden an!), ist es eigentlich nicht verkehrt, ihn zu kennen. Führt euch doch einmal seine Kurzbiographie irgendwo im Internet zu Gemüte. Es gibt auch einen Film über seine Affäre mit Arthur Rimbaud (gespielt von Leonardo DiCaprio *grusel*), die allerdings - wenn ich mich recht erinnere - nicht das Megahighlight war (aber Leonardo verliert ein Ohr  :naughty:). Ich lese seit geraumer Zeit an "Der Künstler und das moderne Leben", eine Sammlung von Poesietexten, Salons und Tagebüchern ... seine Texte halte ich generell für empfehlenswerter als die richtigen Gedichte (obwohl in Originalsprache sehr schön!), obwohl sie teilweise ziemlich anspruchsvoll sind.
*genug werbung*

Zum Thema: Nette-Psychopathin, mann kann deinen Traum auch Freud-mäßig interpretieren. (Wie alles.)
Der Spielplatz, Symbol der kindlichen Vergnügungen, verwandelt sich in ein Gebilde, das de facto nichts enthält und somit für dich seinen Inhalt verloren hat. (Es sei denn du bist Luftsackfanatikerin, das kann ich jetzt nicht einkalkulieren.) Hinzu kommt das Treten aus dem Elternhaus ... Pass bloß auf, dass du nicht erwachsen wirst.

Offline mirage

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Träume? Erzählt!
« Reply #14 on: December 18, 2008, 08:39:25 pm »
ich hab heute Nacht geträumt, dass ich meiner Chefin nach der Arbeit noch geholfen habe, bis 2 Mädels aus meiner letzten und 2 aus der Mittelschule 7. Klasse (die sich aber in Wirklichkeit nich kennen) in einem roten Cabrio angefahren kamen und mich überredeten mitzunehmen. Ich ging nur unfreiwillig mit und sagte immer "ich kann meine Chefin jetzt nicht im Stich lassen" sie folgte unserem Auto, wusste aber nich, dass ich da drin bin. Ich versteckte mich. Wir hielten und auf einmal sah mich meine Chefin und ich winkte nur ab, dann schoss ich mit einer Pistole wild um mich und tötete ein Mädchen aus der Mittelschule, die anderen verletzte ich. Das wollte ich aber gar nich.
Als ich hörte, dass eine tot ist, war ich total verwzeifelt und heulte los. Ich wurde auch gleich von Polizisten gesucht und flüchtete in eine... ja... was eigentlich? Ich glaube eine christliche Uni, wi grad ein Weihnachtsstück geprobt wurde. Ich zog mir ein Engelskostüm an und rannte zum Hinterausgang. Plötzlich fand ich mich in einem Labyrinth einer Kleingartenanlage wieder und wurde nun von einer Gruppe Jugendlicher verfolgt. Ich hatte auch plötzlich meine Freunde an meiner Seite. Wir sprangen über Mauern und Gartenzäune, aber schlugen dann den falschen Weg ein, wo wir in der Falle saßen. Es war ein total heruntergekommenes, verdrecktes Haus. Wir hörten wie die anderen näher kamen. Es gab zunächst eine große Schlägerei, doch dann haben wir uns irgendwie wieder vertragen und zum Schluss zusammen eine Parts gefeiert.
Das ist die stark gekützte Version :) Ich wollte ihn nur mal loswerden
ich schreibe alles klein, weil ich zu faul bin, shift zu drücken111